die geomorphologie

PHÄNOMENE DER GLETSCHER

Das Gebiet um Plurs wurde durch Erosion der Gletscher geformt: die Zeichen der Erosion durch Gletscher und die Ablagerungen mit großen Felsmassen sind offensichtlich. Man erkennt Felsen, Wildbäche, Granitbrocken und Findlinge, d. h. Felsen, die asymmetrisch gestreift oder geglättet sind.

Die Findlinge haben eine charakteristische, nach oben abgerundete Form auf der Seite, die den Gletscher in Bewegung brachte. In der Regel werden sie durch die Gletscherbewegung zum Tal hin kleiner und bröckeln.

Auf der Spitze der Rundhöcker befinden sich die "Marmitte dei Giganti" (Kochtopf der Riesen), die wir in allen europäischen Gebieten der quartären Eiszeit finden. Diese Trichter wurden durch Schmelzwasser der Gletscher in den Felsen hinterlassen. Das Wasser floss durch Klüfte aus Sand und hartem Stein und schlug dann mit großer Kraft aus Hunderten von Metern auf den Felsen auf, und hatte hierdurch die Wirkung einer Schleifscheibe.

Der untere Teil des Bergell endet mit einer weitläufigen Hügellandschaft, die die Regionen

Plurs und Chiavenna abgrenzt. Sie bildet das Naturschutzgebiet "Marmitte dei Giganti".

Das Naturschutzgebiet wurde im Jahr 1984 eingerichtet und befindet sich zwischen dem Gebiet von Prost di Plurs und Chiavenna. Hier liegt der Park Paradiso mit seinem botanischen Garten, einer Museumssammlung und einer Ausgrabungsstätte an dem Ort, wo sich die mittelalterlichen Festungsfelsen von Chiavenna befanden.

Der Park der Marmitte dei Giganti ist ein hervorragendes Beispiel für die geologischen Phänomene der Eiszeit. Die Erosionsspuren im Park sind Zeugen eiszeitlicher Vergletscherung (vor 110 000 bis 10 000 Jahren). In der gesamten Region sind Rundhöcker, Kanäle, die außergewöhnlichen Trichter und riesige Felsblöcke infolge von Erdrutschen zu finden.

Die besondere Beschaffenheit des Gebietes ist einzigartig in den Alpen. Durch den Park führen alte Saumpfade und die Waldwege, die zu den Specksteinbrüchen führten. Überall im Park sind zahlreiche Felsgravierungen aus dem Mittelalter zu sehen. Der Wald besteht aus verschiedenen Baum- und Straucharten, wie Kastanien, Hainbuchen, Eschen, Ahorn, Linden, Eichen, Kirschbäume, Ebereschen.

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